Escrito por Tendenzias

Virtuelle Freundschaften

An virtuellen Freundschaften, also Freundschaften, bei denen die Interaktion ausschließlich oder in erster Linie im Internet stattfindet, scheiden sich die Geister. Die Befürworter sind begeistert darüber, dass sie zu jeder Zeit und unabhängig von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort mit ihren Freunden in Kontakt bleiben können und dass sie ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke unmittelbar mit diesen teilen können. Gegner virtueller Freundschaften weisen dagegen darauf hin, dass solche Freundschaften häufig nichts wert sind und dass die Menschen, die nicht auch in der realen Welt persönliche Beziehungen pflegen, letztlich vereinsamen und sich alleine fühlen, auch wenn sie online einen beachtlichen Freundeskreis vorzuweisen haben.

Beide Ansichten sind berechtigt, und was der Einzelne aus seinen Online-Freundschaften zieht und wie glücklich er damit wird, hängt sehr stark vom Einzelfall ab. Im Grunde ist das allerdings auch mit klassischen Freundschaften in der realen Welt der Fall, nicht alle Menschen messen diesen den selben Wert zu und wissen sie zu schätzen und zu pflegen.

Wer ein an sich geselliger Mensch ist und gerne Freunde trifft und neue Freundschaften schließt, sieht in virtuellen Freundschaften und sozialen Netzwerken wie Facebook in der Regel eher eine Ergänzung als einen Ersatz. Sich solcher sozialen Netzwerke und Techniken wie Chats bedienen zu können, ist vor allem dann praktisch, wenn man vorübergehend keine Zeit oder keine Gelegenheit hat, seine Freunde zu treffen, beispielsweise wenn man verreist oder beruflich stark eingespannt ist. Dann können die neuen Möglichkeiten eine Bereicherung sein, da man leichter in Kontakt bleiben kann, nichts Wichtiges verpasst und seine Freunde an dem, was man macht, teilhaben lassen kann. Indem man Videos, Fotos und Texte einstellt, können die Freunde die eigenen Erlebnisse miterleben.

Menschen dagegen, die eher Einzelgänger sind und nur schwer Freunde finden, sehen in virtuellen Freundschaften oft einen Ersatz für fehlende soziale Beziehungen in der realen Welt. Hierin liegen Gefahren, in vielen Fällen wird es solchen Menschen durch soziale Netzwerke aber auch leichter gemacht, überhaupt erst soziale Beziehungen einzugehen.

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